Heiners Bike Page

Rundtouren um St.Tropez (Tagestouren)


Wer es sich, während andere am Stand liegen, unbedingt zwischendurch einmal geben will, dem empfehle ich eine der folgenden Routen durch die Küstenberge "Massif des Maures". Die Touren zeichnen sich besonders durch den herrlichen Kontrast zwischen den blutroten Steinen des Felsuntergrundes, dem blauen Meer im Hintergrund und der bunten Mittelmeervegetation aus. Die Vegetation besteht in den Bergen meist aus Korkeichenwäldern, Ginster, Pinien und dornigen Sträuchern. Direkt am Meer die übliche Mittelmeerflora.

Landschaft: Zwischen Toulon und St-Maxime liegt ein Gebiet von höchster touristischer Attraktivität. Nicht nur wegen der schönen Strände, sondern weil sich die Ausläufer des Küstengebirges "Massif des Maures" bis dicht an das Meer heran erstrecken. Die höchsten Erhebungen sind zwar nur 600 - 700 m hoch, aber sie müssen von Meereshöhe Null her erklommen werden. In Kombination von mehreren Hügeln sind anspruchsvolle Bike-Touren möglich. Erstaunlich ist es, dass bereits fünf Kilometer von der Küste bereits ein fast bevölkerungsleeres Gebiet  liegt. Das Massif des Maures wird wegen der rötlichen Gesteinsformationen auch "Cote Vermeille" (= Purpurküste) genannt.


 

Ausrüstung:

Karte: St.-Tropez.St.-Maxime 1:25000  vom Institut Geographique National  (Nr. 3545 OT). Die Karte ist in allen grösseren Supermärkten (z.B. Géant Casino St.Tropez)  vor Ort sowie in Buch- und Zeitschriften- Läden aber selten in Tankstellen vor Ort erhältlich. In der Karte sind Wanderwege nahezu bis herunter zum Single-Trail eingetragen.

Hardware: Ein Federgabel- Bike ist angenehm,  aber nicht Bedingung. Ersatzschlauch obligatorisch (Mittelmeer- Küstensträucher haben meist Dornen). An einem Tag hatte ich unmittelbar hintereinander zwei platte Reifen!

Sonstiges: Ausserdem ausreichend Wasser (mindestens zwei Flaschen, besser drei) und Obst mitnehmen. Quellen sind im Sommer nicht vorhanden. Die Touren im Hochsommer zu machen, ist wegen extremem  Schweissfluss und damit Mineralienverbrauch möglicherweise für den Körper eine Extrembelastung! Badehose, Handtuch und Sonnencreme nicht vergessen. Teilweise bieten sich Badegelegengeiten.

Skizze

Top

   Die Strecken:

Tour 1: St. Tropez, Grimaud, La Garde-Freinet, Roches Blanches 636 hm  (Total 45km, 700 hm)Eine Tour für einen nicht zu sonnigen Tag: zu dem Bergdörfchen La Garde-Freinet. 

Tour 2: St.Tropez, Col de Callebasse, la Croix-Valmer, les Pradels (528hm), Col des Tuiles, durch den Nationalpark bis Sauvaire (Rast), Downhill zur N28 und Auffahrt zum Stausee Barrage de la Verne, La Mole, Cogolin, St.Tropez  (Total 85 km, 1300 hm, 5 Std)

Tour 3:Küstenstrasse St.Tropez, Cavalaire, le Rayol, Canadel, dort Auffahrt zum "Col  du Canadel" über Schotterpisten nach Gogolin, St.Tropez  (total ca 60km, 800hm)

Tour 4: Campingplatz Kon Tiki (Ramtuelle), St.Tropez über Trails, Port Grimaud, Teilauffahrt Haute Suanne (300hm)  , Plan de la Tour, La Garde Freinet (400hm), Grimaud, St.Tropez (Total 45 km, 700hm).

 

Top

   Die Strecken:

Tour 1: St. Tropez, Grimaud, La Garde-Freinet, Roches Blanches 636 hm  (Total 45km, 700 hm)

Eine Tour für einen nicht zu sonnigen Tag: zu dem Bergdörfchen La Garde-Freinet. Dazu fahren wir auf der Strasse von St. Tropez über den Kreisverkehr La Foux Richtung Cogolin. In der Ortsmitte von Cogolin geht es rechts ab Richtung Grimaud. Wir folgen dieser Strasse nur so lange, bis wir den Fluss Giscle hinter uns gelassen haben (nach halb links dem Weg folgen). Auf dem Wanderweg GR51 kommen wir hinter Grimaud auf die Nebenstrasse nach La Garde-Freinet und kreuzen nach genau gegenüber ins Tälchen. Jetzt geht`s los: was zunächst ganz harmlos beginnt, entpuppt sich als richtige Steigung. Klar, die Höhenmeter zu dem Bergdorf müssen ja irgendwie zusammenkommen. Immer wieder kommen wir an grossen grünen Wassertanks vorbei, die für den Fall der Fälle (Waldbrand) in dieser Gegend überall herumliegen. Auf etwa 25o m Höhe kommt eine leichte Mulde. Endlich können wir powern.: ich jage voran den Schotterweg hinunter, 2m hinter mir kommt Helmut. Hat sich da nicht der dunkle rechts am Wegrand liegende Ast bewegt? Als ich realisiere, dass es sich um eine nach meiner Schätzung deutlich über 1 m grosse Schlange handelt, ist es zum Bremsen längst zu spät. Dummerweise schlängelt sich das Untier auch noch zur Strassenmitte! Ich reisse im Reflex den Lenker nach links und komme mit dem Schrecken davon. Aber hinter mir höre ich einen Schrei. Meine Augen hängen immer noch rechts unter dem Arm durchsehend an der Schlange, die jetzt fast in der Mitte des Wegs angelangt ist. Der Schrei kommt von meinem Hintermann, der mit auf Sand blockierenden Rädern auf das Tier zuschiesst und nicht mehr ausweichen kann. Ich sehe nur noch den Kopf der Schlange knapp an seiner Wade vorbeischiessen. Dann kommen wir beide zum Stehen. Es ist nichts passiert. Wenigstens uns. Helmut stellt Finger und Haare ab: er hat von Kopf bis Fuss eine Gänsehaut. Wir rätseln, ob er dem Tier am Ende noch über den Schwanz gefahren ist. Bei der Gemarkung Les Vernades (248 hm) teilt sich der Weg in drei Teile. Wir fahren nach links  (Wanderweg GR9) zunächst auf Schotter einige Meter nach unten (Serpentinen), folgen einem hübschen Tal und dann geht es auf befestigtem malerischem Strässchen hoch.

Wir kommen nach La Garde-Freinet, wo wir die Gelegenheit nutzen und uns ein eiskaltes Mineralwasser gönnen (autofreie Zone im Zentrum). Wer eine schöne Aussicht haben möchte, der nimmt das kleine Strässchen, das hinter dem Dorf zum Aussichtspunkt Croix des Maures hochführt (438m). Der Lohn ist ein wundervoller Blick über die uralten Gemäuer der Stadt. Wer  immer noch ungenutzte Energien sein eigen nennt, kann  auf dem angefangenen Weg (Piste des Cretes) bis auf über 600 m hochfahren. La Garde Freinet

Jeder entscheidet selbst, wann er genug hat. Der Rückweg kann auf zwei Weisen erfolgen: entweder so wie man gekommen ist  (vorsicht: die Schlange könnte noch dort liegen) oder blitzschnell von La Garde-Freinet aus Full Speed auf der Strasse nach Grimaud/St. Tropez.

 

 

Top

Tour 2: St.Tropez, Col de Callebasse, la Croix-Valmer, les Pradels (528hm), Col des Tuiles, durch den Nationalpark bis Sauvaire (Rast), Downhill zur N28 und Auffahrt zum Stausee Barrage de la Verne, La Mole, Cogolin, St.Tropez  (Total 85 km, 1300 hm, 5 Std)

Eine traumhafte Tour, die mir an einem heißen Tag viel abverlangt hat: Der erste Teil der Tour führt  leider wieder auf der Straße: man bikt auf der Landstrasse einige Kilometer in Richtung Ramatuelle. Wir (Markus und ich) kurbeln jedoch nicht zu dem provecalischen Bergnest hoch (obwohl sich eine Besichtigung überaus lohnt) sondern folgen dem malerischen Teersträsschen nach Croix Valmer. Es ist 11.00 Uhr. Die Sonne sticht schon ein wenig, als wir auf dem Weg dorthin den kleinen Pass Col de Callebasse überwinden. Wir rollen flott bis "La Croix Valmer". Nach links unten haben wir eine phantastisch Aussicht auf das Meer. In Croix Valmer heißt es aufpassen. Laut Karte muß ein steiler Weg über die Rochers Blanches auf den Gipfel des Pradel (526 m) führen. Wir sehen auf der Karte nach und zählen die Kreuzungen.  Und finden den Weg. In der Mittagshitze kurbeln wir jetzt eine Steigung von ca 15% hoch (Teerstrasse). Einige auf einem Balkon sitzenden alten Leute reiben sich verwundert die Augen, als sie uns beide Verrückte den Berg hochschinden sehen. Irgendwann ist Ende der Zivilisation angesagt. Auf Schotterweg geht es weiter.Volle Sonne, 30 Grad Celsius und 10-15 % Steigung). Es ist traumhaft hier oben. Links unten eine riesige blaue Fläche (das Meer). Die Inseln von Hyeres liegen im Dunst weit draußen.  Rechts unten der kleine Flugplatz von La Mole, im Hintergrund ein  hellblaucher Klecks: ein kleiner Stausee. Wir fahren auf den Höhenzügen des Canadel Richtung Westen. Überall duftet es nach Ginster. Ein absoluter Traum. An den Nordhängen glauben wir uns fast im Schwarzwald zu befinden: es wächst sogar Farn. Plötzlich raschelt es direkt vor uns. Das kann doch wohl nicht sein: ein Wildschwein kreuzt voll unseren Weg und verschwindet ebenso schnell, wie es gekommen ist. Wir beschliessen, auf dem Höhenzug bis Sauvaire weiterzufahren, weil sich dort nach meiner Erinnerung aus einer anderen Tour ein nettes Restaurant mit kostenlosem Pool befindet. Der Gedanke an den Pool und ein kaltes Getränk beflügelt uns sichtlich .Seit 15 -20 km sind wir keiner Menschenseele begegnet. Hinter jeder Kurve erwarte ich die Herberge. Sie kommt , als wir kaum noch an ihre Existenz glauben. Leider ist der Pool nicht eingelassen, da er gerade gerichtet wird.

Nach einer kühlen Portion Eis meldet sich unser Körper zurück. Wir fahren 2-3 km retour Richtung "Les Pradels", bis der Blick nach links staubige Downhill - Serpentinen registriert .  Es handelt sich dabei nicht um das fast parallel dazu laufende Strässchen zum Erlebnispark. Auf mehreren Kilometern könnte ich es jetzt knallen lassen. Leider muss ich immer wieder auf "Bike -Pilot" Markus warten. Ihm steckt noch der Schock von der letzten Woche in den Knochen. Bei einer ähnlichen Strecke musste ich ihn mit Verbandsmaterial und Dreieckstuch verarzten, nachdem er im Tiefflug eine Landepiste auf scharfkantigen Provence-Steinen gesucht und gefunden hatte. Wie gesagt: ein pantastischer Downhill. Nur etwas steinig. Vielleicht ist es gut, einen Bremser dabei zu haben. Seit Helmut letzte Woche einer 1,2 m großen Schlange über den Schwanz gefahren ist, achten wir auch darauf , ob sich am Rand der Piste liegende Aeste sich bewegen. Als wir fast unten sind, müssen wir die Bremsen reinreissen: Der Weg führt plötzlich in den Fluss "Mole". Es ist Mai (der Fluss hat noch ordentlich Wasser). Da gib`s nur eines: Vollgas und duuuuurch. Ich schaffe es knapp (das Wasser sah nach 20 cm Tiefe aus, es waren gute 35). Markus traut wohl dem Untergrund nicht und zaudert  einen Tick zu lange (eine Schuhspülung ist ganz angenehm). 

Kurz darauf biegen wir nach rechts in die Hauptstraße Richtung La Mole, der wir 1-2 km folgen. Bei der Siedlung le Moulin Roux biegen wir nach links ab und nehmen unser zweites Tagesziel in Angriff: Den Trinkwasserspeicher "Barrage de la Verne". Es geht ein sandiges Strässchen links des Flüsschens "Verne" mit mässiger Steigung hoch. Rund 15 Minuten später stehen wir auf dem ca 100 m hohen Staudammm. Kein Mensch ist außer uns da. Wir geniessen die Einsamkeit. Baden und Angeln sind verboten (Fische hätte es sichtbar genug). 

Der Hardcore-Biker könnte jetzt  vom Staudamm aus eine verschärfteTour zum Kloster "la Verne, Ancienne Chartreuse" und La Garde Freinet fahren, was zusätzliche 500 hm bedeuten würde. Wir lassen es jedoch für heute genug sein. Es geht ein Stück zurück, dann nach links, weil wir auf der anderen Seite des Flüsschens "Verne" nach la Mole fahren wollen. Wir rollen durch malerische Weinberge. Zwischendurch ein klitzekleines Highlight (chen), als erneut eine Wasserdurchfahrt, diesmal durch die Verne angesagt ist. Weiter der Verne entlang bis zum Städtchen "La Mole". Wir wollen auf dem in der Karte eingezeichneten unbefestigten Fahrweg nördluch der Landstrasse nach Cogolin. Sieht auf der Karte recht harmlos aus. Dazu gehts am Ortsende von La Mole nach links. Aber jetzt wirds ganz übel. Die Sonne knallt unbarmherziger denn je herunter. Das nach der Karte so harmlose befestigte Wegchen entpuppt sich als übler Karrenweg, auf dem sich der Biker unter der Ausnutzung der ganzen Wegbreite den geringsten Rollwiderstand mal in der linken, mal in der rechten Fahrrine sucht. Der Boden ist absolut gegen uns.  Die Sonne auch.

 

Die Steigung will und will kein Ende nehmen. Unsere Zungen hängen in den Speichen. Sind das wirklich nur 250 Höhenmeter? Wir zweifeln und schauen auf der Karte nach. Doch wir sind richtig! Am liebsten umdrehen und doch auf der Strasse zurück. Neiiin!

Wir sind schon zu hoch (da hätten wir uns ja umsonst angestrengt). Also weiter... Nachträglich eingefügter Kommentar der Redaktion: auch diese Steigung -wie alle bisher- war irgendwann einmal zu Ende. Der Weg nach Cogolin ist hügelig.Wir sind müde und spüren auch kleine Steigungen.  Von Cogolin fahren wir an der Hauptstrasse entlang nach St.Tropez. Hinter uns liegt eine landschaftlich einmalige Tagestour.

 

 

 

 

Top

Tour 3:Küstenstrasse St.Tropez, Cavalaire, le Rayol, Canadel, dort Auffahrt zum "Col  du Canadel" über Schotterpisten nach Gogolin, St.Tropez  (total ca 60km, 800hm)

Anfahrt wie Tour 2 bis Croix Valmer. Jetzt kommt der Unterschied: wir fahren auf der Hauptstraße Richtung Cavalaire.500 m vor dem Ortseingang , wo die Straße bis auf 2o m an den Strand herankommt, verlassen wir die diese nach links und fahren fast direkt am Strand entlang 800m den sandigen Weg bis Cavalaire (da kommt das richtige Urlaubsfeeling auf!). In der Stadtmitte folgen wir wieder der Straße (bis hinter le Rayol). Die Strecke am Meer entlang hat durchaus ihre Reize, wenn auch der Verkehr und eine Industrieanlage (Rauch!) diese etwas trüben. In Cavalière (nicht Cavalaire) ist nach rechts Col du Canadel ausgeschildert. Jetzt kommt der anstrengendere Teil der Tages. Wir haben über 500 Höhenmeter mit Serpentinen vor uns. Ein geteertes Strässchen durch eine bezaubernde Landschaft aus blühendem Ginster, Glimmersteinen, Pinien liegt vor uns. Und rechts unten das Meer mit den  drei Inseln Porquerolles, Port Cros und Levant. Biker, was willst Du mehr? Mehr kann die Gegend kaum hergeben.Wir folgen den Serpentinen Richtung Les Pradels bis zum höchsten Punkt (529m). Jetzt geht es auf der hinteren Seite des Bergs leicht bergab ( Wanderweg GR 51). Von Wanderern sehen wir allerdings nichts. Übrigens auch nichts von Bikern! Uns soll es recht sein. Der Weg besteht aus immer gröber werdendem Schotter. Kette und Felgen werden weiß. Wir lassen es knallen. Staubig und durstig erreichen wir in der Nähe von Cogolin die Hauptstrasse nach St. Tropez, die wir für den Rückweg nutzen.

 

 

Top

Tour 4: Campingplatz Kon Tiki (Ramtuelle), St.Tropez über Trails, Port Grimaud, Teilauffahrt Haute Suanne (300hm)  , Plan de la Tour, La Garde Freinet (400hm), Grimaud, St.Tropez (Total 45 km, 700hm).

Start und Ziel: der Parkplatz des Campingplatzes Kon Tiki, der am Plage de Pampellone zwischen St. Tropez und Ramatuelle liegt. Man fährt zunächst zur Hauptstrasse den steilen Fahrweg hoch. Dann kreuzt  man fast die Straße nach St. Tropez (ca 20 m versetzt Richtung St.Tropez) , wo der Weg weiter ansteigt (Gemarkung Pascati). Die nach etwa 700 m auftauchenden Bauernhöfe umfahren wir rechts, wobei der Teer zwischen Weintrauben einem etwas zerfurchten Erdweg Platz macht. Je höher es geht, desto schöner ist die Aussicht. Kleine Trichter im Sandboden des Wegs zeigen die Anwesenheit von Ameisenlöwen, die auf Beutefang aus sind. Vereinzelt trifft man an Senkungen auf Spuren von Wildschweinen, die hier suhlen.  Im letzten Jahr kreuzte einmal ein komplettes Rudel meinen Weg. Auf der Höhe  (Plateau Pascati) biegen wir zunächst scharf nach rechts ab (Richtung Norden) , 50 m später nach links etwas bergab. Hier oben ist eine herrliche Landschaft zu finden, die stellenweise fast heideartig anmutet. Es macht einen riessen Spass durch diese tolle Lanschaft zu düsen, wobei die Wege gerade richtig sind: leicht unbefestigt, wellig - aber fahrbar. So bleiben wir immer auf der Höhe bis wir zu den Auslaufern des Stadteils Maleribes von St.Tropez kommen. Sort schiessen wir auf zwischen Villen zur Hauptstrasse hinab. Wir  fahren jetzt an der weniger reizvollen Hauptstrasse entlang Richtung Kreisverkehr  La Foux bis kurz vor Port Grimaud. Dabei benutzen wir vom Kreisverkehr aus den rechts der Strasse laufenden, neu gestalteten Radweg. Aufgepasst! Kurz nach Port Grimaud, wenige Meter nach dem Abzweig Richtung Grimaud geht nach links über die Strasse ein  Teersträsschen in die Villenanlage les Mures weg. In dieser Villen-Anlage nehmen wir bei Weggabelungen stets den Weg nach oben. 

 

Mit viel Glück finden wir nach einigen Irrwegen den richtigen Weg. Aus Teer wird Sand und der Weg steiler. Übrigens: Sackgassen - Schilder bringen und schon lange nicht mehr zum Stoppen. Sie dienen meist dazu, Touristen aus den ruhigen Villenvierteln fernzuhalten. Jetzt wird`s langsam nach unserem Geschmack: Unebene Wege, schöne Aussicht und mehr und mehr Natur. Nach ca 1 km konmmen wir an eine sternförmige Kreuzung. Zuerst nehmen wir den falschen Weg talwärts. Dieser endet kurz darauf bei einer Bruchbude und zwei Schrottautos. Zurück zur Sternkreuzung. Der richtige Weg  führt wie immer über Blood Sweat and Tears: nach oben (die Sonne tut heute wieder ihre Arbeit gründlich). Aber Spass macht es trotzdem! Eine pantastische Aussicht nach rechts über den unterhalb  von uns liegenden Golf von St.Tropez ist der Lohn der Auffahrt. Links von uns liegt der 351 m hohe Küstenhügel Haute Suanne, auf dessen Spitze wir nicht fahren, sondern sozusagen eine Rundtour machen. Der Weg macht Laune, ist nicht zu schwierig, aber trotzdem  abwechslungsreich. Das Non Plus Ultra dabei ist die  Aussicht und die im Mai wundervoll blühende und duftende Natur. Die Ginsterbüsche duften zeitweise in ihrer Masse fast widerlich aufdringlich  - wie ein billiges Parfum. So kurbeln wir gemütlich ürber Basse Souanne bis zu einer  Fabrik, die an der Landstrasse nach Plan de la Tour liegt. Wir biegen nach links in die Hauptstrasse und folgen dieser bis zum Ort Plan de la Tour. Dort nehmen wir am Ortsende das Strasse über den Col der Vignon und treten auf kurvenreicher schmaler Strasse in Richtung der  ehemaligen Sarazenenfestung La Garde Freinet (ca 400m). Bevor wir diese erreichen, fahren wir nach links auf dem Wanderweg GR 9 talwärts. Die Strecke kennen wir schon von Tour 1, wo wir allerdings anders herum fuhren. Dabei haben wir im oberen Teil eine schöne Fernsicht nach Grimaud und bis zum Meer. Einige km später steigt der Weg  auf Schotter wieder an. Fast auf der Höhe geht es rechts in den Wanderweg GR 51. Jetzt können wir uns die heisse provencalische Meeresluft um die Ohren peifen lassen: Ein schöner Downhill geht bis Grimaud (ein typisches Städtchen, das wegen ständiger Seeräubergefahr mit Abstand zum Meer auf einer Anhöhe gebaut wurde). Kultur- Interessierte können sich jetzt noch die reizvolle Burgruine ansehen (Festung der Grimaldi aus Genua) . Von dort müssen wir uns leider wieder den stinkenden Tourie- Autos hinterherjagend auf der Landatrasse Richtung Ausgangsort bewegen. Eine schöne Sightseeing- Tour, die nicht zuuuu anstrengend ist und das anschliessende Bad am Strand doppelt erfrischend macht.

Top

home